Pressemitteilung August 2004 für den Standort Stuttgart


Aktionstag zur Alphabetisierung auf dem Stuttgarter Marktplatz
Der "Corso der Lichtgestalten" macht Station in Stuttgart

Am Mittwoch, den 18. August 2004 macht der "Corso der Lichtgestalten" von 10.30 bis 19.30 Uhr Station auf dem Stuttgarter Marktplatz. Die vom Bundesverband Alphabetisierung e.V. unterstützte Wanderausstellung weist mit großen, aus Neonbuchstaben gestalteten Skulpturen des Hamburger Künstlers Benjamin Schubert auf das Problem des Analphabetismus hin, von dem in Deutschland rund 4 Millionen Menschen betroffen sind.

Begleitet wird das Kunstprojekt vom ALFA-MOBIL des Bundesverbandes Alphabetisierung sowie von einem umfangreichen Informations-, Beratungs- und Kulturprogramm, das von der Mediothek der Stadtbücherei Stuttgart, der Volkshochschule Stuttgart sowie dem Stuttgarter Verlag Ernst Klett Sprachen gemeinsam angeboten wird. Die drei Stuttgarter Institutionen stellen ihre Medien- und Kursangebote zur Alphabetisierung vor und stehen den ganzen Tag mit erfahrenen Ansprechpersonen und Gästen für Fragen und Gespräche zur Verfügung. Anwesend sind u.a. auch die Kalligraphin Claudia Bärbel Kirsamer und der Geschichtenerzähler Gerald Friese. Auf dem Programm stehen außerdem ein Buchstaben-Memory von und mit Heinz Spenkuch sowie ein Straßentheater zum Thema "Kommunikation". Als Höhepunkt des Aktionstages werden ab 18 Uhr die Neonskulpturen beleuchtet. Um 19.30 Uhr setzt der "Corso der Lichtgestalten" seine Tour durch Deutschland fort. Sein nächstes Ziel ist Karlsruhe.

Der "Corso der Lichtgestalten" ist der deutsche Beitrag zur Weltalphabetisierungskampagne der UNESCO und fährt bis Anfang September zusammen mit dem ALFA-MOBIL des Bundesverbandes Alphabetisierung e.V. über 30 Städte an. Ziel ist es, über Analphabetismus in Deutschland zu informieren und Spenden für das ALFA-TELEFON zu sammeln, bei dem sich "Betroffene" Rat und Hilfe holen können. Nach Schätzungen des Bundesverbandes Alphabetisierung e.V. gibt es in Deutschland 4 Millionen funktionale Analphabeten. Das sind Menschen, die trotz Schulbesuchs so schlecht lesen und schreiben können, dass sie Probleme bei der Bewältigung des Alltags haben und kaum in das Berufsleben integriert werden können. Bei den von Benjamin Schubert gestalteten Skulpturen handelt es sich um Neonbuchstaben aus ausgemusterten Firmen- und Reklametafeln, die vom Künstler zu neuen Objekten geformt wurden und verdeutlichen wollen, wie schwer es für Analphabeten ist, einen Text zu entziffern.

Weitere Informationen: http://www.corsoderlichtgestalten.de/
ALFA-TELEFON - Beratung für Betroffene und Angehörige 0251/533344

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